Hans hatte ein Feuer in mir entfacht. Nun gut, es als ein Feuer zu bezeichnen ist vielleicht etwas übertrieben. Bezeichnen wir es lieber als kleines Flämmlein. Was mich vorher abgeschreckt hatte, fand ich nun extrem anziehend. Ich verstand selber gar nicht, was mich so an ihm reizte. Vielleicht war es seine Selbstsicherheit. Seine Ruhe. Seine Ausstrahlung. Ich hatte das Gefühl er war mit sich und seinem Leben im Reinen. Nicht so wie die anderen Typen, die ich immer kennenlerne. Die großspurig daher reden und wo doch nichts dahinter steckt. Hans dagegen erschien mir erwachsen. Seine beiden Füße in Schuhgröße 43 standen sicher mitten im Leben.
Es war ein perfekter Moment. Die Erdbeertorte schmeckte vorzüglich und der Schaum des Latte Macchiatos war perfekt. Hans überließ mir das Plaudern und so wie ich vorher an seinen Lippen gehangen hatte, hing er jetzt an meinen. Er quetschte mich aus wie eine Orange, was ich zuließ. Normalerweise bin ich ja, was das betrifft, etwas empfindlich. Ich erzähle ja schließlich nicht jedem dahergelaufenen meine Lebensgeschichte. Und erst recht nicht jeder Blind-Date Bekanntschaft. Hans aber hatte die erste Hürde genommen – meine Skepsis. Ich sah ihn nicht länger als den gefährlichen, irren, Dämonen jagenden Bestatter an, sondern fand ihn jetzt vertrauensvoll, lieb, beschützend, humorvoll.
Nachdem sein Wissenshunger gestillt war und wir unsere Torte bis auf den letzten Krümel verputzt hatten, beschlossen wir noch ein wenig durch die Läden zu bummeln. Mein Plan dabei: Ihn zum Kauf von etwas farbenfroherer Kleidung zu motivieren. Das viele schwarz empfand ich als leicht deprimierend.
Hans legte los. Er erzählte vom Bestattungsinstitut seines Vaters. Davon, dass er den Beruf ja eigentlich immer extrem gruselig gefunden hätte. Obwohl er doch finden würde, dass es sich um eine ehrenwerte Profession handele, schließlich erweist man den Toten eine letzte Ehre. (weiterlesen…)
Das Speed-Dating wurde ganz anders als ich es erwartet hatte. Als ich in der Meerenstraße ankam, entdeckte ich schon einige verzweifelt aussehende Männlein und Weiblein, die vor dem Eingang warteten und sich anscheinend nicht herein trauten. Niemand redete miteinander, (weiterlesen…)
Wie gut, dass ich nicht gleich meine Telefonnummer verteilt habe. Ansonsten würde ich jetzt wahrscheinlich von einem gruseligen Bestatter verfolgt werden, der nach meinem Leben trachtet. Der hofft, dass ich die nächste Straßenecke nicht überlebe. Wäre schließlich gut fürs Geschäft. In Zeiten der Krise denkt ja jeder ans eigene Überleben. (weiterlesen…)
Der Tag begann mit Vogelgezwitscher und Sonnenstrahlen. Ein paar wenigen. Ich tagträumte von Wärme, Wasser und einem menschenleeren Strand. An dem ich liege. Auf einer Hängematte, schaukelnd im zarten Wind des Meeres. (weiterlesen…)
Marie hat neulich die seltsamste Liebeserklärung bekommen. Ihr Prinz schrieb ihr eine Mail mit den Worten: (weiterlesen…)
Heute in der U-Bahn habe ich gemerkt, dass verdammt viele attraktive Männer Bahn fahren. Bisher saß ich immer hinter meiner Zeitung versteckt (weiterlesen…)
Es gibt Situationen im Leben, da möchte man sich ein riesiges Loch buddeln und für immer darin verschwinden. Warum? Weil man im richtigen Moment das falsche sagt. Oder weil man sich wie ein Elefant im Porzellanladen verhält. (weiterlesen…)
Heute war ein wunderschöner Tag. Susanne hatte endlich mal Zeit für einen Nachmittag unter Frauen. Normalerweise ist sie ja nur unterwegs. NY, Tokyo, Miami, Sydney… ihr Job als Flugbegleiterin führt sie durch die große weite Welt. (weiterlesen…)
Tino hat sich übrigens bei mir gemeldet. Er war mächtig sauer, dass ich ihm mein Getränk ins Gesicht gekippt habe. Als ob ausgerechnet ER Grund hätte sich zu beschweren. (weiterlesen…)