Die Schicksalstaktik zieht. Tom nimmt all seinen Mut zusammen und geht zu ihr rüber. Gott sei Dank trägt er bereits eine seiner neuen Jeans. Beim Friseur waren wir noch nicht, aber wenigstens sind seine Haare frisch gewaschen (er neigt manchmal dazu etwas liederlich zu sein). Ich sende ein Stoßgebet gen Himmel. Nichts würde ihn jetzt mehr demotivieren als ein Korb. Ich schiele unauffällig rüber. Tom hat sich neben sie gesetzt und wirkt extrem selbstsicher. Er strahlt eine Ruhe und Zuversicht aus, die ihn enorm sympathisch macht. Sie wäre ein Trottel, würde sie jetzt nein sagen.
Sie lächelt, er lächelt. Ich spüre etwas. Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass Liebe in der Luft liegt, aber ich glaube die Chemie stimmt. Öhm, ich hoffe ich wurde nicht gerade sitzen gelassen und muss allein nach Hause fahren. Aber ich sehe, dass er sein Handy raus holt und etwas eingibt. Sie scheint ihm tatsächlich ihre Telefonnummer zu geben. Ich bin begeistert.
Tom kommt strahlend zurück zu mir. “Ich wusste gar nicht, dass das so einfach ist! Warum habe ich das denn nicht schon früher gemacht?” “Tja”, sage ich stolz, “weil du bisher noch keinen so großartigen Motivator wie mich an deiner Seite hattest.” Wir schauen uns an und lachen.