Neuer Tag, neues Glück. Den ganzen gestrigen Abend wurde ich das Gefühl nicht los, möglicherweise im falschen Film zu sein. Statt das Nachtleben unsicher zu machen, landeten wir auf der Party einer Kommilitonin von Laura. Ich fand mich inmitten von alternativen Psychologiestudenten wieder, die Dreadlocks tragend und Joint rauchend im Wohnzimmer saßen und über die Pros und Cons von antiautoritärer Erziehung philosophierten. Hier, so war mir klar, würde ich IHN nicht finden.
Heute werde ich mich in die virtuelle Welt wagen. Zugegeben, viele halten dies ja für den letzten, verzweifelten Schritt. Ich nicht. Ich sehe ihn als eine Chance. Schließlich gibt es doch so viele Menschen, die viel zu schüchtern sind um jemals einen Menschen im wahren Leben anzusprechen und die unzähligen Foren nutzen, um dennoch eine Chance auf das große Glück zu haben. Eine gute Freundin von mir wagte zwar immer zu behaupten, dass sich dort nur alte Männer auf der Suche nach Affären und absolute Nerds tummeln würden, ich dagegen sehe schon ganz andere Kaliber vor meinem geistigen Auge.