Wir drängeln uns durch die vielen Menschen, die sich im Takt der Musik bewegen. Unser angepeiltes Ziel ist die Bar. Leider reihen dutzende Hindernisse den Weg, so dass wir eine halbe Ewigkeit brauchen, bis wir endlich ankommen. Der Barkeeper ignoriert uns erfolgreich und zieht es vor, mit dem äußerst gutaussehenden Mann neben uns zu flirten. Irgendwann halten wir endlich unser Bier in der Hand und stoßen an. Auf uns, auf die Liebe und auf das Leben.
Wir schwingen wild das Tanzbein als gebe es keinen Morgen. Laura mustert jeden Mann in ihrem näheren Umfeld eindringlich. Plötzlich kommt ein südländischer Typ ohne Haare auf sie zu und flüstert ihr etwas ins Ohr. Laura schüttelt nur den Kopf und wendet sich ab. Ich empfinde Mitleid für den armen Kerl, aber anscheinend hat er den falschen Anmachtspruch gewählt.
Ich schaue mich um. Ich weiß nicht was mit mir los ist, aber irgendwie gefällt mir an diesem Abend niemand. Ich befürchte schon zu einem dieser Menschen geworden zu sein, die auf Mr. Universe warten und an jedem Durchschnittsmann etwas auszusetzen haben (das sind meist ausgerechnet die Frauen, die nicht gerade wie Gisele Bündchen aussehen), als ER in mein Sichtfeld rückt.